Brände müssen – wenn immer möglich – vermieden werden. Sind Brände ausgebrochen, geht es um eine rasche Erkennung und die Aktivierung von wirksamen Gegenmaßnahmen. Hierzu dienen moderne Branderkennungs- und Löschsteuerungssysteme. Solche Systeme werden heute als modular aufgebaute Systeme angeboten, wobei die verwendete Mikroelektronik einen multifunktionalen Einsatz ermöglicht. Analog arbeitende Meldesensoren – in der Regel Rauchmelder, Wärmemelder oder Strahlungsmelder zur Branderkennung – arbeiten auf die Meldungseingänge; diese sind mit den Steuerausgängen durch Mikroprozessoren koordiniert. Die Steuerausgänge können z.B. mehrere Bereiche einer komplexen Löschanlage ansteuern. Damit kann der Brandherd im Ernstfall sofort erkannt, der Löschvorgang schnell ausgelöst und der Brand anschließend effizient bekämpft werden.
Beim Löschen von Bränden macht man sich einen oder mehrere der folgenden Effekte zunutze:
Die für den Fortbestand des Brandes notwendige Wärmezufuhr wird hierbei unterbunden. Das am häufigsten hierzu eingesetzte Löschmittel ist Wasser, das dabei teilweise verdampft. Wasser kann zur besseren Benetzung von Oberflächen mit Netzmitteln versetzt sowie zur Gefrierpunktserniedrigung mit anderen Stoffen vermischt werden.
Dabei wird das für die Verbrennungsreaktion erforderliche Mischungsverhältnis zwischen dem Brandstoff und dem Sauerstoff – etwa durch Verdünnung eines Reaktionspartners bis zur völligen Trennung der Reaktionspartner – so gestört, dass der Brand zum Erliegen kommt. Löschmittel hierfür sind z.B. Kohlendioxid (CO2) oder spezielle Gasgemische – etwa Inergen™, das aus 52 Volumen-% Stickstoff (N2), 40 % Argon (Ar) und 8 % Kohlendioxid (CO2) besteht.
Dabei ist die Zahl der Abbrüche der Kettenreaktionen, auf denen der Verbrennungsablauf beruht, je Zeiteinheit so stark erhöht, dass sich die Verbrennungsreaktion nicht mehr fortsetzen kann. Die Löschmittel hierbei sind zum Beispiel FM 200™ oder NOVEC™ 1230, aber auch Pulver (anorganische Salze wie z.B. Ammonphosphat oder Natriumhydrogencarbonat).