
DIN EN ISO 14001:2005
Umweltmanagementsysteme – Anforderungen
Ziel des Umweltmanagements ist es, die Einhaltung von Rechtsvorschriften sicherzustellen und negative betriebliche Umweltauswirkungen – z.B. Ressourcenverbrauch, Verschmutzung von Luft, Gewässern, Boden, etc. und Gesundheitsschäden – unter Verwendung bewährter Managementinstrumente kontinuierlich zu verbessern. Richtig gemacht, kann Umweltmanagement nicht nur zu verbessertem Umweltschutz, sondern auch zu Kosteneinsparungen durch verbesserte Ressourcen- und Energieeffizienz führen, die betrieblichen Abläufe verbessern und damit letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern.
Zentraler Ansatzpunkt des Umweltmanagements sind die Aspekte der Tätigkeiten, Produkte oder Dienstleistungen eines Betriebs, die auf die Umwelt einwirken.
Umweltmanagement bedeutet einen systematischen Ansatz, nämlich den PDCA-Zyklus (Managementsysteme) auf diese Umweltaspekte anzuwenden: Mittels einer systematischen Analyse werden die betrieblichen Umweltaspekte erfasst und bewertet, wodurch die für den Betrieb bedeutenden Umweltaspekte festgestellt werden. Anschließend werden Umweltziele und ein Programm zu ihrer Erreichung festgelegt, und parallel dazu die mit den bedeutenden Umweltaspekten verbundenen Tätigkeiten so geplant und ausgeführt, dass keine vermeidbare Umweltverschmutzung entsteht.
Abb.: Betriebliches Umweltmanagement und PDCA-Zyklus
Die wichtigsten Vorgaben sind die Norm DIN EN ISO 14001 sowie die EMAS-Verordnung der EG (EMAS = Eco Management und Audit Scheme, auch Öko-Audit). Die DIN EN ISO 14001 ist eine weltweit gültige, privatwirtschaftliche Norm, die EMAS-Verordnung eine für EG-Mitgliedsstaaten freiwillige Verordnung (NR. 1863/93) zur Einführung von Umweltmanagementsystemen. Dabei basiert die EMAS-Verordnung auf der ISO 14001, stellt jedoch in einzelnen Punkten ergänzende Anforderungen.